Kickboxer räumen ab

Am 31.01.2026 startete das Martial Arts Team in die neue Wettkampfsaison. Ursprünglich hätte dieses Turnier im Dezember stattfinden sollen, da es das eigentliche ICO-Weihnachtsturnier gewesen wäre. Jedoch wurde kurzfristig im Dezember die bereits angemietete Halle aus technischen Gründen gesperrt, so dass der Ausweichtermin in den Januar verlegt werden musste. Das Turnier bekam somit den charmanten Namen „Back to Chrismas“.  Gleichzeitig galt dieser Wettkampf als Qualifikationsturnier (Punkte sammeln) für die im Mai stattfindende ICO-Europameisterschaft.

Sensei Bernd und Renshi Phillip nahmen erfahrene aber auch neue Athleten mit, um Punkte und Erfahrungen zu sammeln. Da es sich um ein ICO – (International Combat Organisation) Turnier gehandelt hat, wurden wieder verschiedene Kampfsportarten (mit Schwerpunkt auf Kickboxen) angeboten.

Jüngster Starter war Janne (10 Jahre), der ausschließlich im Kickboxen im Pointfight (früher Semikontakt genannt) in seiner Alters- und Leistungsklasse an den Start ging und all‘ seine Kämpfe souverän gewann und somit das erste Gold erkämpfte. Milan und Jakub starteten ebenfalls im Pointfighting und trafen im Finale aufeinander, wo sich Milan leider verletzte und den Kampf aufgeben musste, so dass Silber an Milan und Gold an Jakub ging. Zuvor hatte Milan allerdings in „Just Blitz“ (Kickboxen ohne Fußeinsatz) schon Gold geholt, genauso wie im PT.

Jakub konnte im Schwertkampf (SWC) –gekämpft wird mit Schaumstoffummantelten Katana-Schwertern– einen tollen zweiten Platz holen, da er das Finale gegen einen anderen Kämpfer aus dem Martial Arts Team verlor. Der andere Kämpfer, -Pepe Stockfleth- hatte sich -wie Jakub- von der Vorrunde über das Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale bis in das Finale durchgekämpft und nahm nach etlichen Kämpfen den großen goldenen Pokal mit Freude entgegen. Eine strake Leistung von beiden Neumünsteranern, da diese Kids-Klasse besonders voll war und es beide bis in das Finale geschafft hatten. Pepe Stockfleth konnte mit seiner Waffen-Kata ebenfalls das Kampfrichtergremium überzeugen und holte hier ebenfalls Gold, genauso wie im PT. So ging dreimal Gold bei drei Starts an Pepe Stockfleth.

Die zehnjährige Andjelina konnte ihre guten Trainingsergebnisse auf dem Turnier fortsetzen und holte im Pointfight Gold, ebenso im PT. In der Kategorie „Just Blitz“ wurde sie knapp Zweite. Newcomerin Ruska bestritt ihr erstes Turnier und holte auf Anhieb gleich zwei Medaillen, Silber in SWC und Bronze im PT.

Die Schwestern Diyana und Rumyana hatten sich sehr gut und mit viel Trainingsfleiß auf das Turnier vorbereitet und so zeigte es sich auch bei der Medaillenausbeute. Rumyana konnte in vier Disziplinen auch viermal Gold erkämpfen (Pointfight, „Just Blitz“, SWC und PT), ihre Schwester holte mit jeweils zwei 10 zu 0 Siegen in der Kategorie „Just Blitz“ Gold und im Pointfight, SWC und PT jeweils Silber.

ICO-Weltmeister Paul Stockfleth startete insgesamt in sechs Kategorien, die er alle gewann. So holte Paul Gold im Pointfight, in „Just Blitz“, im Karate Kumite, im SWC und PT. Krönung war sicherlich der Gewinn des Grand Champion-Titels im Pointfight. Im Halbfinale gegen seinen ICO-Nationalteamkollegen Jud Aljaber aus Dortmund konnte Paul noch knapp und zwei Sekunden vor Ablauf der Kampfzeit mit 6 zu 5 gewinnen. Im Finale ließ Paul dann aber nichts mehr anbrennen und siegte mit 10 zu 0 vor Ablauf der regulären Kampfzeit. Mehr als verdient wurde ihm noch auf der Kampffläche der große Grand Champion Pokal von ICO-Germany Präsident Marco Tank unter großem Applaus überreicht.

Juniorenkämpfer Adrian Filipovic startete in seiner „Lieblingsdisziplin“ Just Blitz, in der er 2025 ICO-Vizeweltmeister wurde. Adrian erwischte einen Auftakt nach Maß und konnte souverän Gold erkämpfen. Weiteres Gold erhielt Adrian noch in PT und zweimal Silber (Pointfight und SWC) rundeten das Bild ab.

Alles in einem konnte das Martial Arts Team des SC Gut Heil Neumünster e.V. bei diesem Turnier in der Mannschaftwertung Platz 1 sichern. Cheftrainer Renshi Phillip Stockfleth dazu: „Heute war mal wieder einer dieser Tage, wo man stolz nach Hause fährt. Besonderer Dank, neben den tollen sportlichen Erfolgen geht an Sensei Bernd, der unermüdlich die Kämpferinnen und Kämpfer mit mir zusammen vorbereitet und ausbildet. Bernd hat einen großen Anteil an den Erfolgen eines jeden Einzelnen.“